Mancherlei von Martin Luther: Das Reformationsjahr geht zu Ende

Das „Reformationsjahr“ geht zu Ende. In der Elisabethkirche war deshalb am Sonntag (29. Oktober) ein großer Gottesdienst.
Angefangen hat das Reformationsjahr am 31. Oktober 2016. Zu Ende ist es am 31. Oktober 2017. In ganz Deutschland ist diser Tag im Jahr 2017 ein Feiertag.
Martin Luther hatte die Reformation am 31. Oktober 1517 eingeläutet. Er hat einen Zettel an seine Kirchentür angeschlagen. Darauf standen 95 Thesen.
Mit diesen 95 Forderungen wollte Luther die Kirche erneuern. Das Ergebnis war aber ein böser Streit. Seit 500 Jahren gibt es deshalb „evangelische“ und „katholische“ Christen.
Zum 500. Jahrestag der „Reformation“ gab es auf der ganzen Welt besondere Veranstaltungen. Auch in Marburg war im Reformationsjahr viel los.
Ende März wurden überall in der Stadt Fahnen aufgehängt. Künstler aus Marburg hatten sie extra zum Reformationsjahr gemacht.
Mitte Juni konnte man eine Zeitreise machen: Auf dem Lutherischen Kirchhof gab es Musik, Bier und Bratwurst wie vor 500 Jahren. Studenten zeigten auch die Gerüche aus dieser Zeit.
Das Hessische Landestheater hat Anfang Juni ein eigenes Theaterstück gemacht. Das Stück „Wir sind Luther“ gab es im Sommer auf dem Marktplatz.
Auch in der Waggonhalle gab es ein Theaterstück über Luther. Es hieß „Martin Luther und Thomas Müntzer oder die Einführung der Buchhaltung“.
Im Rathaus las Feridun Zaimoglu am 21. Juni aus seinem Roman „Evangelio“. Das Buch handel von Luther auf der Wartburg in Eisenach. Dort hat er die Bibel ins Deutsche überssetzt.
An der Universität gab es im September eine Tagung zur Reformation. Die Philipps-Universität war 1527 die erste protestantische Uni der Welt. 1529 fand auf dem Schloss das „Marburger Religionsgespräch“ zwischen den Reformatoren Martin Luther und Ulrich Zwingli statt.
In der Brüder-Grimm-Stube war die Ausstellung „Kreuzfeuer- Luther und die Hexen“ zu sehen. Sie geht am Dienstag (31. Oktober) um 19 Uhr mit einer Abschlussveranstaltung zu Ende. Damit verabschiedet sich Marburg dann auch vom Reformationsjahr.

* Franz-Josef Hanke
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