Maximilian Peter: Kandidat zur Bundestagswahl für die Linken

Maximilian Peter möchte in den Bundestag. Er kandidiert für die Linke.
1992 wurde er in Gießen geboren. Aufgewachsen ist er in Cappel.
Der Einzelhandelskaufmann arbeitet in einem Lebensmittelmarkt. Seit Langem ist er in antifaschistischen Initiativen aktiv. Schließlich ist er auch der Linken beigetreten.
„Ein Grund dafür war die Privatisierung des Klinikums“, berichtet er. „Gesundheit ist keine Ware“, stellt er fest. „Die Krankenversorgung ist lebensnotwendige Infrastruktur.“
Darum fordert er auch eine Aufhebung des Patentschutzes für Impfstoff. „Wichtig ist, dass Menschen überall auf der Welt die Chance auf eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten“, erklärt er.
Das gilt auch für den Wohnungsbau. „Wohnraum darf kein Spekulationsobjekt sein“, erläutert er. Verlierer dabei sind sonst immer die ärmeren Menschen.
Besonders betroffen sind Familien und Alleinerziehende. „Selbst in Marburg können sich viele eine angemessene Wohnung kaum noch leisten“, beklagt er. „Die Mittel für den Sozialen Wohnungsbau müssen mindestens verdoppelt und die großen Wohnbaukonzerne enteignet werden“, fordert er.
Schlimm findet Peter die ungerechte Verteilung von Armut und Reichtum. „In Deutschland ist die Ungleichheit noch wesentlich größer als in den meisten anderen europäischen Ländern“, stellt er fest. „Zudem hat sie während der Pandemie sogar noch zugenommen.“
Kinderarmut prangert er ebenso an wie Altersarmut. „Eine Grundrente ist ebenso dringend wie eine ausreichende Grundsicherung für Kinder“, sagt Peter. „Statt Steuergeschenke für die Reichen muss es eine Mindestsicherung für alle geben.“
Wichtig findet er auch ein gerechteres Bildungssystem. Zur Finanzierung der notwendigen Staatsausgaben fordert Peter eine Vermögenssteuer und die deutliche Erhöhung des Spitzensteuersatzes auf 53 Prozent. „Genau das hat es unter Helmut Kohl schon einmal gegeben.
Das neoliberale Wirtschaftssystem macht Peter verantwortlich für die Klimakatastrophe: „Die 100 größten Unternehmen weltweit sind verantwortlich für fast 70 Prozent der schädlichen CO2-Emissionen. Bei ihnen muss Klimaschutz ansetzen.“
Darum ist für Peter vor allem die Gesetzgebung gefordert. Klimaschutz soll nicht auf die Einzelnen abgewälzt werden.“ Eine klimafreundliche Lebensweise kostet nämlich auch viel Geld.
Zudem sollte man auch am Militär einsparen. Übungen und Krieg verursachen viele Klimaschäden. Hinzu kommen die Folgen für die Menschen.
Schließlich treiben gerade Kriege die Menschen in Armut, Hunger und Flucht. „Diese Menschen müssen wir in Deutschland aufnehmen“, fordert Peter. „Da haben wir eine Verantwortung.“
Allerdings ist auch der Klimawandel eine Ursache von Migration. „Der Klimaschutz muss viel schneller und radikaler erfolgen als bisher“, warnt Peter. „Klimaschutz ist letztlich auch Katastrophenschutz.“
Selbstverständlich kann auch die Bevölkerung ihren anteil zum Klimaschutz leisten. Helfen soll ein Umstieg auf Elektromobilität. Noch besser findet Peter einen Nulltarif im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

* Franz-Josef Hanke

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